Jan mit den Flügeln

(ab 7 J.)
von Konstantin Wecker

Spieldauer: ca. 40 min

Regie und Bühne: Andreas Baumgartner
Choreografie: Helen Isaacson
Musik: Konstantin Wecker
Kostüme: Kurt Pint
Es spielen: Daniela Wagner, Harald Bodingbauer, Dominik Kaschke

Lisa ist traurig, weil ihre Mutter vor kurzem gestorben ist. Oft geht sie mit ihrem Freund, dem coolen, besserwisserischen Bronski, auf einen verlassenen Schrottplatz und dort treffen sie heute unerwartet auf den schüchternen Jan.

Bronski hat wenig Verständnis für Jans, seiner Meinung nach, lächerlichen Flugversuchen. Aber weil Lisa allzu gern noch einmal das Lachen ihrer Mutter sehen möchte, starten alle drei gemeinsam zu einer fantastischen Flugreise. Dabei lernen sie ihre Unterschiede zu akzeptieren und schätzen, und schlussendlich entsteht eine starke Freundschaft.

Ein fantastisch musikalisches Abenteuer für die ganze Familie als Auftragswerk für das Theater des Kindes von Konstantin Wecker und Andreas Staudinger.

Schnickschnack

(ab 6 J.)
von Claus Senderovitz
aus dem dänischen von Kerstin Kirpal

Regie: Georg Staudacher
Ausstattung: Jan Hax Halama
Es spielen: Daniela Wagner, Harald Bodingbauer, Markus Tavakoli

Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben.

Als ob eine Begegnung mit zwei Trollen nicht schon kurios genug wäre! Nein! In einem mysteriösen Hügel könnte sich obendrein noch der legendäre Trollschatz verbergen. Um an diesen zu gelangen, taucht ein Tourist tief in die magische Welt der Trolle ein.

Was wird ihn dort Fantastisches erwarten, und wird er je wieder aus dieser zurückfinden?

OÖNachrichten Kultur & Medien, 15. Oktober 2005
Von Bernhard Lichtenberger

Ein Klang-Körper-Komik-Kunststück:
Zwei Trolle und ein Tourist in "Schnickschnack"
Da ist kein Platz zum Gähnen


Es rollt das R und es tollen die Trolle in "Schnickschnack" (ab 6), dem großen Wurf im Linzer Theater des Kindes. Das Gähnen und unruhige Hosenböden an der Garderobe abgeben - sie werden nicht gebraucht.

Der Däne Claus Senderovitz schuf keine beschauliche, nordische Mähr, sondern ein schräges, komisches Stück für Menschen ab sechs Jahren, in dem Natur und modernes Leben, tosende Lust und eingefahrener Alltag die Klingen kreuzen. Ein gehetzter Reisefotograf verirrt sich im Wald, so, wie er sich auch in seinem Leben verlaufen hat. Er taumelt zwischen zwei Handys hin und her. An einem mahnt die Frau, den Geburtstag der Tochter nicht zu versäumen, am anderen setzt ihn der Chef unter Druck.
Ein Schabernack treibendes, gelenkiges, spitzohriges, blauhäutiges Trollpärchen bringt das geordnete Dasein des Touristen durcheinander. Der Reisende, der im Bau der Trolle einen Schatz vermutet, erzählt ihnen ein Märchen, um sich Zugang zu erschleichen. So schwingt sich der Nüchterne ins Phantastische hoch, ohne diesen Wandel bewusst zu bemerken. Ein bisschen Troll im Leben sein, das bereichert.
Jan Hax Halama zimmerte mit einem umgestürzten, bewachsenen Buswrack einen bestechenden Spielraum, aus dem die Trolle ihre Köpfe recken, verschwinden, auftauchen. Rauch und Licht verströmen Zauber. Georg Staudachers Regie drückt aufs Tempo ohne ins Flüchtige zu verfallen. Er verlangt den Mimen punktgenaues Spiel ab. Daniela Wagner und Markus Tavakoli begeistern als wirbelnde Trolle in einem Kunstdialekt, der Klingonisch einfach erscheinen lässt. Ihre Sprache ist der Lautrhythmus, der körperliche Ausdruck, die sinnliche Mimik, die HipHop-Klassik-Elektronik Töne, die Musiktroll Tavakoli als Live-DJ mixt.
Nicht minder beweglich und slapstickbegabt gibt Harald Bodingbauer den Suchenden, der sich auf seiner phantastischen Reise mehrmals häutet.
Hingehen! Aufsaugen!

Kronen Zeitung, Samstag, 15. Oktober 2005
Von C. Tröster

Premiere von "Schnickschnack" im Linzer Theater des Kindes
Das Wort "Schnickschnack" eröffnet Menschen die Welt der Trolle
Trolliges Abenteuer mit Musik


"Schnickschnack" - wir befinden uns heute in der Welt der Trolle und begleiten einen Touristen dort bei seinen Abenteuern mit zwei dieser wundersamen Wesen. Das Linzer Theater des Kindes nimmt uns in seinem neuen Stück auf diese fantasievolle Reise mit. Die gelungene Premiere gab es am Freitag zu bestaunen.

Nestroy Preisträger Georg Staudacher hat die deutschsprachige Erstaufführung des Stückes von Claus Senderovitz (aus dem Dänischen übersetzt von Kerstin Kirpal) auf die Bühne gebracht. Er jongliert mit musikalischen Zitaten, die die Zielgruppe ab sechs Jahren zwar nicht zuordnen kann, die aber nichtsdestotrotz allen Spaß bereiten.
Die Trollfrau (entzückend: Daniela Wagner) und "Musiktroll" Markus Tavakoli treiben ihre verwirrenden Spiele mit dem gestrandeten Touristen (Harald Bodingbauer), der zwar immer wieder glaubt, Herr der Lage zu sein und mit einem Trick an den Trollschatz kommen zu können - doch so leicht lassen sich Trolle nicht hinters Licht führen. Am Ende muss er ohne Schatz, aber mit einer Geburtstagstorte für die Tochter das Trollreich verlassen.
Die Inszenierung fordert körperlichen Einsatz. Besonderes Lob gebührt der Ausstattung von Jan Hax Halama. Alles zusammen eine runde Sache, die sicher auch die Fantasie Erwachsener beflügeln kann.

Neues Volksblatt, 15. 0ktober 2005
Von Ingrid Feilmayr

Die Trolle sind los… im Wald und auf der Bühne
Deutschsprachige Erstaufführung: "schnickschnack" des Dänen Claus Senderovitz im Linzer Theater des Kindes

Trolle habe ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt. Die, die jetzt auf reizvollste Weise im Theater des Kindes ihr Unwesen treiben, erinnern eher an den unvergesslichen "Meinl-Mohren" der 50er-Jahre denn an einen Waldschratt. Die Trollfrau im neckischen Outfit zwischen indischer Haremsdame und afrikanischer Stammesqueen (Daniela Wagner) und der grimmige Musikclown (Markus Tavakoli) brachten gestern in der Premiere von "schnickschnack" den armen Touristen (Harald Bodingbauer) gehörig ins Schwitzen. Dabei genossen sie die volle Sympathie ihres begeisterten Premierenpublikums (ab 6 Jahren).
Der arme Mann hat sich komplett im Wald verirrt, dazu stressen ihn seine beiden Handys und das schlechte Gewissen, weil er zum Geburtstag seiner kleinen Tochter zu spät kommt und noch kein Geschenk hat. Doch plötzlich vergisst er alles um sich herum: Zwei Trolle tauchen aus ihrem Hügel auf. Es folgt eine herrliche Annäherung der Wesen aus den so verschiedenen Welten, wobei sich zwischen Menschenmann und süßer Trollfrau eine zarte Romanze entspinnt. Aber der Mensch giert nur nach dem Schatz des Trollkönigs, will dafür sogar selbst zum Troll werden, was den Traum - denn ein solcher ist es offenbar - rasch platzen lässt.
Georg Staudacher führt in der fantasievollen Dekoration von Jan Hax Halama (ein Waldhügel mit reichem Innenleben) schwungvoll Regie. Dazu gibt es ins Ohr gehende Musik und drei Hauptdarsteller, die eine Stunde lang toben, hüpfen, tanzen, springen. Das Ganze erinnert sympathisch an altmodisches Kindertheater früherer Jahre, ohne im Geringsten antiquiert zu wirken. Applaus!

Sturm und Wurm unterwegs

(ab 5 J.)
von Thomas Ahrens


Österreichische Erstaufführung


Regie: Markus Steinwender
Ausstattung: Anne Buffetrille
Verlag: Autorenagentur Berlin

Es spielt: Thomas Pohl


Es geht weiter! Algot und Karlknut auf Reisen.

Karlknut, der Wurm und sein Freund Algot Sturm entscheiden sich, einen Ausflug mit der Bahn zu machen. Endlich im Zug angekommen, finden sie nur unter Schwierigkeiten einen freien Platz in den überfüllten Abteilen. Bald merken sie, dass nicht alle Fahrgäste "Fremde" dulden wollen. Aber Karlknut verteilt auf seine freche und liebe Art so viel Freude, dass bald alle Verständnis für "Andere" haben.

Ein Stück zum Lachen und Nachdenken

Bruno, der Sandkastenmann

(ab 3 J.)
von Jörg Bohn und Paul Steinmann
Regie: Andreas Baumgartner
Ausstattung: Jan Hax Halama
Es spielt: Thomas Schächl

Bruno ist unterwegs auf seiner Tour. Er ist ein Sandkastenmann, der auf den Spielplätzen für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Bruno macht seine Arbeit genau und gewissenhaft, weshalb er heute zur Nummer 1 der Sandkastenmänner befördert werden soll. Voller Stolz und Vorfreude trifft Bruno kurz vor Arbeitsschluss auf dem Spielplatz auf eine Kinderschar, die ihm seine Arbeit nicht gerade leicht macht.

Dabei vergisst Bruno ganz darauf, dass er eigentlich Sandkastenmann ist und heute zur Nummer 1 befördert werden soll ...

Das Stück für unsere kleinsten Besucher! Mit Bruno der Sandkastenmann möchten wir sie auf spielerische und behutsame Weise in die faszinierende Welt des Theaters einführen.


Sein Sinn für Ordnung und Sauberkeit bringt Bruno dazu, mit seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Saubermachen von Sandkästen, zu beginnen.
Die Spielfreude der Kinder ist für Bruno so ansteckend, dass er sein großes Geheimnis offenbart: seine wirkliche Leidenschaft ist der Zirkus. So verwandelt sich sein Putzwagen in eine Zirkusarena und gemeinsam mit den Kindern führt er seine Nummern vor.

 

Die Insel

(ab 8 J.)
von Henry Mason

Regie: Henry Mason
Ausstattung: Jan Meier
Musik: Alfred Lauss
Es spielt: Simone Neumayr und Thomas Schächl

"Habt ihr schon mal geträumt, dass ihr zaubern könnt?
Durch Feuer gehen
... auf einem Einhorn reiten
... fliegen können
...."

Prinzessin Miranda wacht eines Morgens auf und entdeckt, dass ihre Mutter verschwunden ist. Niemand will ihr erklären, was los ist, schon gar nicht ihr Vater König Leon. Miranda macht sich auf, das Rätsel alleine zu lösen. Ein Sturm auf hoher See verschlägt sie und ihren Vater jedoch auf eine scheinbar menschenleere Insel. Wie soll Miranda jetzt ihre Mutter wieder finden, die irgendwo auf dem Meer verschollen ist? Woher kommt das seltsame Geheule in der Nacht? Was weiß davon der Luftgeist Ariel, und kann er Miranda wirklich das Zaubern beibringen? Und wird Zauber denn genug sein, Mirandas Eltern wieder zusammen zu bringen?


Die Motive der Shakespearefabel "Der Sturm" werden in "Die Insel" auf zauberhafte und abenteuerliche Weise mit der Geschichte eines Kindes verquickt, dessen Eltern sich trennen.
Ein ernstes Thema, kindgerecht in ein spannendes, humorvolles und letztlich tröstliches Märchen verpackt.

Sturm der Gefühle
URAUFFÜHRUNG: Henry Masons "Die Insel" fesselt

OÖ Nachrichten, Hauptausgabe vom 25.06.2004 Seite 21
Von Bernhard Lichtenberger

Shakespeare und Scheidung, in einem Familienstück für Menschen ab sechs Jahren - passt das? Im Falle von Henry Masons "Die Insel", gestern im Theater des Kindes in Linz uraufgeführt, sogar wie angegossen.
Der Autor und Regisseur pickte Figuren und Elemente aus Shakespeares "Der Sturm" und verarbeitete sie frisch zur Geschichte eines Mädchens, das zaubern lernte, weil es eines Morgens aufwachte und seine Mutter fort war.
Keine Angst, hier zieht kein Drama auf, dessen Schwermut wie eine Truhe voller Probleme drückend auf der Brust lastet. Die packende Kraft des ungewissen Abenteuers, der grenzenlose Raum der Phantasie und der märchenhafte Zauber fesseln an die Erzählung von Trennung, Sehnsucht, Verlorenheit, Schmerz, Zorn, Verletztheit, Trauer, Trost und Hoffnung. Darunter liegt der von spürbarer Melancholie durchzogene "Soundtrack" aus Klavier, Cello und Saxofon von Alfred Lauss.
Mason baut auf die kindliche Vorstellungskraft, die selbst gähnende Leere mit üppiger Pracht zu füllen vermag. Eine Horizont-Leinwand wogender Wellen im Rücken, säumt das Publikum die Spiel-Arena (Ausstattung: Jan Meier). Ein bunter Teppich ist Königsschloss und Insel, eine Kiste Beiboot, Fensterpult und Truhe, ein Papierschiff königliche Fregatte, ein Lichtstrahl Brunnen, die Wand Meer, Felsen und Baum. Denn das wahre Abenteuer ist im Kopf.
Fließend schlüpfen die erzählenden Schauspieler Simone Neumeyr und Thomas Schächl - beide hervorragend - von einer Rolle in die nächste. Minimale Kleiderwechsel, große, emotionale Gesten deuten in steter Bewegung die Figuren und ihr Tun an.
Prinzessin Miranda, die der Verlust der Mutter in einen Sturm der Gefühle reißt; Papa König Leon, der sich abschottet; Mama Königin Hermine, die sich ein anderes Leben an der Seite von Minister Tonio ausmalt; der urwüchsige Insel-Robinson Caliban, der seine Empfindungen schnurstracks heraus lässt; der nur als Stimme fassbare verschlagene Luftgeist Ariel, der Traumstoffe vorgaukelt.
Henry Mason glaubt an die Magie der Sprache, die er poetisch, witzig, dramatisch und malerisch auslebt. Wenn bei ihm der Sturm anhebt, dann "ballen sich am Himmel schwarze Wolken zu einer Faust". Caliban lässt er sagen: "Traurig sein ist echt. Lachen müssen auch." Dieses Stück lieben auch.

Heile-Welt-Träume können schlimme Dinge nicht ändern.

Gusti und Franz

(ab 3 J.)

 


von und mit
Margit Zierhut

 

 

Pepe ist sehr traurig, weil er seinen besten Freund - Otto - beleidigt hat. Das ist nur deshalb passiert, weil Otto nicht mit ihm Sand spielen wollte …
Auch Gusti und Franzi - zwei befreundete Regenwürmer - kennen dieses Problem. Sie zerstreiten sich, weil jeder etwas anderes bauen möchte …

Muss das wirklich so sein? Gibt es für Freunde keine bessere Möglichkeit?
Man könnte doch die Vorschläge des Anderen anhören, um so miteinander eine Lösung zu finden. Denn gemeinsam ist es viel schöner, als einsam, oder?

Die kleinen Zuschauer haben die Möglichkeit direkt in den Handlungsablauf einzusteigen, sodass sie die Geschichte nicht nur sehen, sondern auch erleben können.