Buschwichtel und Regenbraut

(ab 4 J.)
von Beatrice von Moreau

Spieldauer: ca. 40 min

Regie und Bühne: Andreas Baumgartner
Choreografie: Helen Isaacson
Musik: Karl Lindner
Kostüme: Walpurgi Helml
Es spielen: Simone Neumayr und Andreas Baumgartner

"Wenn der Regen fällt, schau ich in die Welt und es tropft mir aus dem Schuh."

Die Regenbraut und der Buschwichtel wohnen gemeinsam in einem alten Baum. Seit über fünfzig Jahren schon wartet dort die Regenbraut auf ihren Regenbräutigam. Doch dieser heiß ersehnte Ehemann lässt sich einfach nicht blicken. Der Buschwichtel, der direkt unter der Regenbraut, knapp über den Wurzeln des alten Baumes sein Zuhause hat, würde diese Aufgabe gerne übernehmen. Doch: eine Regenbraut kann nur einen Regenbräutigam zum Mann nehmen und keinen Buschwichtel! Ja, wenn der Buschwichtel ein Buschwichtelbräutigam wäre, dann gäbe es vielleicht eine Möglichkeit.

Aber wie wird man ein Buschwichtelbräutigam? Und warum singt die Regenbraut ständig das gleiche Lied? Schließlich beschließt der Buschwichtel in die weite Welt hinaus zu ziehen und sich eine Buschwichtelbraut zu suchen. Doch bald kommt er wieder zurück - nur leider ist jetzt auch die Regenbraut verschwunden...

Ein Stück über Liebe und Freundschaft und Umwege, die man im Leben oft gehen muss!

Hin und Her um die Liebe

Regeln sind nichts für die Liebe. Da hört man besser auf sein Herz. So können, wie bei der gestrigen Uraufführung im Linzer Theater des Kindes, selbst eine Regenbraut und ein Buschwichtel zusammenkommen.

Oberösterreichische Nachrichten, Ausgabe vom 20.11.2004
VON BERNHARD LICHTENBERGER

Die Regenbraut (Simone Neumayr), die mit den Füßen tippelt wie tanzende Tropfen, wartet seit 50 Jahren auf einem Baum auf ihren Regenbräutigam. Ihr Freund, der Buschwichtel (Rudi Müllehner), der in einer Höhle des Stammes haust, würde diese Rolle gerne übernehmen. Aus Prinzip lehnt die Regenbraut ab. Mit einer Liedzeile, die sie wieder und wieder singt, will sie ihm ein Zeichen geben... Geschrieben hat das Stück "Buschwichtel und Regenbraut" (für alle ab vier Jahren) Beatrice von Moreau, die leichtfüßige Musik schuf Karl Lindner.

Das Hin und Her zwischen enttäuschter Liebe und schüchterner Zuneigung, zwischen Rätsel und Lösung setzt Regisseur Andreas Baumgartner mit pantomimischem Schwung der Akteure um. Das Treiben um einen großen und einen kleinen Baumstumpf (Ausstattung: Baumgartner und Jan Hax Halama, Choreografie Helen Isaacson) verlangt dem zuckenden, kratzenden, zappelnden Müllehner alles ab.

  Hörspiel "Buschwichtel und Regenbraut": www.hoerchen.de

Das Schokoladenmädchen

(ab 6 J.)
Von Paul Steinmann

Spieldauer: ca. 55 min.

Regie: Günter Rainer
Musik: Nebojša Krulanovic
Ausstattung: Jan Hax Halama
Es spielen: Daniela Wagner, Jürgen Hirsch, Thomas Schächl

Stellen Sie sich vor, Sie essen oder trinken zum ersten Mal in Ihrem Leben Schokolade. Der Genuss ist einfach - mmmmh! - aahhh! - ohhl - einfach umwerfend.

So ergeht es Anna Baldauf, dem neuen Dienstmädchen, das eigens zum “Schokolade-Servieren“ am Hofe eingestellt wurde. Denn noch ist der Genuss der Schokolade nur den Fürsten und Berühmtheiten vorbehalten, immerhin schreiben wir erst das Jahr 1744.

Der Maler Jean-Etienne Liotard soll ein Portrait der Königin anfertigen. Jedoch kann Liotard erst zu Malen beginnen, wenn er morgens - und das ist bei ihmkaum vor 10 Uhr am Vormittag - eine heiße Tasse Schokolade genossen hat. Dass er damit auch die Dienerschaft unglaublichen Versuchungen aussetzt, ist dabei wohl kalkuliert ...

Ein Stück für Genießer und all jene, die richtigen Genuss erst kennen lernen wollen!

OÖNachrichten Kultur & Medien
Sa./So., 29/30. Jänner 2005
VON SILVIA NAGL

Süße Versuchung

Österreichische Erstaufführung des Stückes „Das Schokoladenmädchen von Paul Steinmann im Linzer Theater des Kindes: ein Stück über eine süße Versuchung für Menschen ab 6 Jahren.

"Ich bin jung und stark und habe einen Willen", sagt das Kammermädchen Nandel mehrmals. Warum dieses junge und willensstarke Mädchen auch ohne die sie umwerbenden Herren klar kommt, und emanzipiert ein eigenes Caféhaus aufmacht, erzählt diese Geschichte, die im 18. Jahrhundert spielt.
Der versierte Schweizer Kinderstückeautor Paul Steinmann ("Marillenzeit") hat dieses Stück geschrieben, das in der flotten und umsichtigen Regie von Günter Rainer gestern im Theater des Kindes Premiere hatte.
Ausgehend von dem tatsächlich existierenden Bild "Das Schokoladenmädchen" des Schweizer Malers Jean-Etienne Liotard hat Steinmann konstruiert, was sich abgespielt haben könnte, bis dieses Bild entstanden ist - und was nach her gewesen sein könnte: Morgenmuffel Liotard kommt erst so richtig auf Touren, wenn ihm Nandel täglich das damals luxuriöse Königsgetränk, eine Tasse Schokolade, ans Bett bringt. Liotard wirft ein begehrliches Auge auf Nandel und zückt den Pinsel.
Haushofmeister Dietrich wiederum will das junge Geschöpf gar ehelichen.
Jürgen Hirsch als komödiantisch in Hans Moser- Manier grantelnder Haushofmeister vermag das Publikum mit seiner comicartigen Darstellung zu amüsieren. Rudi Müllehner als Liotard wuselt den freigeistigen, lebenslustigen Maler, der die Hürden des Künstlerdaseins mit der Leichtigkeit eines Springbockes nimmt. Daniela Wagner ist ein wirklich süßes Mädel, das mit Zuversicht und großen Augen in die Zukunft strahlt. Jan Hax Halama hat alle in aufwändige und farblich harmonische Roben gewandet. Die Musik von Nebojša Krulanovic vermittelt stimmiges Pariser Caféhaus-Ambiente.

Neues Volksblatt
Samstag, 29. Jänner 2005
Von Birgit Thek

Dieses Schokoladenmädchen hat das Herz auf dem rechten Fleck

Österreichische Erstaufführung im Linzer Theater des
Kindes: „Das Schokoladenmädchen“ von Paul Steinmann

Was gibt es für Anna "Nandl" Baldauf am königlichen Hof nicht alles zu lernen: etwa wie man heiße Schokolade — im 18. Jahrhundert ob ihrer Kostbarkeit eigentlich nur für fürstliche „Schokomäulchen“ bestimmt — richtig zuzubereiten hat. Denn der weitum gerühmte Maler Jean-Etienne Liotard, der tatsächlich gelebt hat und ein Porträt der Königin malen soll, hat sich zum Frühstück heiße Schokolade aus bedungen.
Die darf ihm nun Nandl servieren — und wird dabei von ihm als Motiv für sein tatsächlich gemaltes Bild des "Schokoladenmädchens" entdeckt. Nandl wiederum entdeckt dabei ihre eigentliche Bestimmung im Zwiespalt zwischen dem fröhlichen Liotard und dem gravitätischen Haushofmeister, der ein Auge auf die hübsche, kecke junge Frau geworfen hat. Regisseur Günter Rainer setzte das Stück des Schweizer Autors Paul Steinmann in der hübschen Ausstattung Jan Hax Halamas in Szene. Die schwungvolle Musik wurde von Nebojša Krulanovic beigesteuert.
Rudi Müllehner wirbelt mit viel Körpereinsatz als genialischer Maler durch das Geschehen, sein steifer Widersacher wird von Jürgen Hirsch verlebendigt. Das Atout dieser Aufführung, die gestern im Theater des Kindes ihre österreichische Erstaufführung feierte, ist allerdings Daniela Wagner als beherzte junge Frau, die nicht nur Liotard zu seinem heute noch bewunderten Bild bezaubert, sondern auch die Zuschauer (ab 6).

Kronen Zeitung
Samstag, 29. Jänner 2005/Nr. 16.066, €0,90
Milli Hornegger

Das Linzer Theater des Kindes erzählt eine "süße" Geschichte
Liotards Schokoladenmädchen

"Das Schokoladenmädchen" ist ein berühmtes Gemälde von Jean-Etienne Liotard. Damals, als es gemalt wurde, war Schokolade noch etwas ganz Kostbares, das sich nur Königinnen und Fürsten leisten konnten. Paul Steinmann erzählt die Entstehungsgeschichte des Bildes, die im Linzer Theater des Kindes Premiere hatte.
Ja, so könnte es schon passiert sein. Vielleicht aber auch ein bisschen anders. Bei Steinmann jedenfalls soll Liotard eigentlich die Königin porträtieren, aber das junge Fräulein, das ihm jeden Morgen seine heiße Schokolade bringt, gefällt ihm viel besser ...
Günter Rainer hat die Geschichte für junge Menschen ab sechs inszeniert. ... der liebenswert-verrückte Künstler — ein weiterer Zacken in der Krone von Rudi Müllehner; der dumme, angeberische Haushofmeister — Jürgen Hirsch mit roten Bäckchen; und das süße, kecke Schokoladenmädchen Daniela Wagner, das sich zum Finale emanzipieren darf ...
... die treffende Musik mit ihren französischen Einsprengseln kommt von Nebojša Krulanovic.

Tommi und die rote Fee

(ab 3 J.)
Interaktives Theater von und mit Margit Zierhut.

Spieldauer: ca. 40 min

Szenische Beratung: Ingrid Höller
Musikalische Gestaltung: Wolfgang Peidelstein
Kostüme: Jan Hax Halama

Pepe hat einen bösen Traum. Gespenster erscheinen und machen ihm Angst. Seine Freundin, Ottilie, versucht Pepe zu helfen und erzählt von Tommi. Tommi ist ein richtiger Angsthase. Jeden Abend hat er Angst, Angst vor den Gespensterhasen, die ihn immer wieder im Traum besuchen. Eines Nachts erscheint jedoch die rote Fee. Kann sie dem armen Tommi helfen?

Spielerisch und interaktiv können beängstigende Eindrücke verarbeitet werden. Vielleicht gehört nur ein bisschen Zauberei dazu!?!